Trailer-Test Visite: SAF-Holland

Jenseits der Achsen

safWer unter SAF-Holland nur die Trailerachsen- Fertigung versteht, der hat in den vergangenen fünf Jahre nicht alles mitbekommen, was in Bessenbach in die Wege geleitet wurde. Dieser Bericht handelt von den anderen Zweigen des Programms.

Im März 2006 erwirbt Pamplona Capital Partners, London, gut 85 Prozent der Anteile an der SAF-Gruppe, ein Jahr später die Otto Sauer Achsenfabrik mit der Holland-Group in den USA, dazu gekauft wird die Stützwinden-Fertigung von Austin-Westran in China und wiederum ein Jahr später die Abteilung der Verkehrstechnik von Georg Fischer in Singen. War das alles bis Mitte 2008 – in Europa – noch normaler Geschäftsgang bei Investoren in einem boomenden Markt, stellte sich die Frage, wie es weitergeht, wenn es abwärts geht wie Ende 2008. Und im Unterschied zu dem, was ähnliche Hegdefonds in der Trailerbranche Deutschlands zur gleichen Zeit anstellten (zum Beispiel bei Kögel und bei Sommer), kommt die SAF-Holland-Gruppe im Mai 2010, als Pamplona seine restlichen 35 Prozent Anteile verkauft, gerade wieder auf die Beine, und nicht weniger als sechs Banken steigen in das Geschäft ein.

Dabei sah die Firma SAF-Holland zwischenzeitlich – für Aktionäre – gar nicht gut aus. Die Aktie wird am 26.07.2007 noch mit 19,25 Euro notiert und fällt bis zum 24.02.2009 auf gerade mal 35 Eurocent. In Frankfurt, wo die SAF-Holland-Aktien gehandelt werden, geht es nun mal so zu wie auf allen Aktienmärkten heutzutage: Der Anleger hat von dem Unternehmen, in dessen Aktien er investiert, schlicht keine Ahnung. Die reellen Zahlen für SAF-Holland sehen nämlich so aus: 812 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2007, 798 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2008. Der Einbruch kommt 2009 mit 419 Millionen Euro.

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