Der schwedische Spezialist fürs Grobe etabliert sich zusehends in der Baubranche. Mit automatisierter Schaltung schlägt sich der starke FMX auch im Gelände wacker, auf das Gewusst-Wie kommt es an.Der Volvo-Kipper trägt sein FMX-Zeichen mit Stolz am Grill. Das X in Cadmium-Gelb, das Assoziationen an Geländegänger schaffen soll, prangt plakativ an den Türen. Man sieht es bereits am Rambo-Bug und den schwarzen Anfahrecken, dass der schwere Volvo fürs Grobe taugt. Der Kühler und die Ölwanne werden von massiven Blechplatten gegen Bodenkontakt oder Steinschlag geschützt, ganz kompromisslos und ohne Löcher, wie es andere machen. Ohne Rücksicht auf Verluste, um auf die Nutzlast anzuspielen. Denn das Eigengewicht spielt bei den Vierachsern eine besondere Rolle. Gesetzlich limitiert auf 32 Tonnen kommt es auf öffentlichen Straßen auf jedes Kilo an. Der Volvo FMX wiegt vollgetankt 14.100 kg, damit outet er sich nicht gerade als Leichtgewicht. Am Carnehl-Aufbau liegt es nicht, auch nicht an der kleinen FM-Nahverkehrskabine, eher am massiven Rahmen, den stämmigen Achsen und dem großvolumigen Motor.
Fulminanter Antritt
Der stämmige D13-Sechszylinder unter der Kabine hat Hubraum satt. Allerdings bringt der knapp 13 Liter große Reihensechser, gut für 380 bis 500 PS unbefüllt, aber samt SCR-Abgasanlage satte 1.160 Kilo auf die Waage. Die Alternative dazu, ein schlankerer 11-Liter-Diesel aus dem Werk in Lyon, spart hier schon 150 Kilo – mit vergleichbaren 450 PS Nennleistung hätte er mit 32 Tonnen oder mehr kaum Probleme.
Was spricht also für das größere Triebwerk aus Schweden? Sein fulminanter Antritt, auch wenn der kleinere Konzernkollege hier nicht von schlechten Eltern wäre. Mit 460 PS, nur 10 PS mehr Nennleistung, ist der FMX schon souverän unterwegs. 150 Nm mehr sind es, die den Unterschied machen. Verfügbar sind sie über beinahe den gesamten Drehzahlbereich und schon knapp über Leerlaufdrehzahl. Schon bei 800 Umdrehungen legt sich der wummernde D13 ins Zeug, ab 1.000 Touren stemmt er bis zu 2.300 Nm auf die Welle – genug fürs Anfahren am Berg oder in engen Kehren. Und volle Leistung gibt es schon bei 1.400 Touren und mehr – der große Pumpe-Düse-Sechszylinder hält in jeder Situation noch enorme Reserven in petto. Als Kipperfahrer weiß man sie zu schätzen, auch seine direkte Art der Arbeitsweise. Auf den Fahrbefehl per Gaspedal reagiert der Volvo-Diesel spontan, legt linear zu und kommt im Alltag ohne hohe Drehzahlen aus.
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