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Kögel: Burtenbach ist nicht zu retten PDF Drucken E-Mail
Montag, den 08. Februar 2010 um 09:16 Uhr

Der Trailerhersteller Kögel ist nach eigenen Angaben gezwungen, den langjährigen Standort Burtenbach bei Günzburg aufzugeben und die Produktion an einen neuen Standort zu verlagern.

 

Thomas Heckel, Vorsitzender der Kögel-Geschäftsführung: „Wir haben uns seit der Gründung der Kögel Trailer GmbH & Co. KG im November 2009 in langen Verhandlungen intensivst um die Übernahme des Standortes Burtenbach bemüht. Bei den Gesprächen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Eigentümerbank Fortis Lease, Jürgen Stronczek, haben wir sowohl einen Kauf als auch eine langfristige Miete des Geländes angeboten. Bis heute haben wir aber keine definitive Entscheidung erhalten.“ Am 28. Februar 2010 läuft das derzeitige Mietverhältnis aus.

„Aus unserer Sicht haben wir bis zur letzten Minute verhandelt, um den Standort Burtenbach mit seinen 441 Mitarbeitern zu erhalten“, erklärt Heckel. „Selbst die Gespräche mit dem Bundestagsabgeordneten für den Landkreis Günzburg und anderen Politikern haben außer zu leeren Versprechungen und Solidaritätsbekundungen zu nichts geführt.“ Jetzt sehen sich Geschäftsführung und Gesellschafter gezwungen, die Reißleine zu ziehen und Maßnahmen zur Verlagerung der Produktion an einen anderen Standort einzuleiten.

Zu der derzeitigen Situation war es gekommen, weil die früheren Kögel-Gesellschafter die Gebäude und das Gelände im Jahr 2007 an die Fortis Lease veräußert und über eine den Altgesellschaftern gehörende Zwischengesellschaft langfristig zurückgemietet haben. Da Bank und Altgesellschafter dieses Zwischenmietverhältnis auch nach der Insolvenz aufrechterhalten haben, konnte der neue Investor die Produktionsgebäude nicht wie gewünscht sofort übernehmen. Die angestrebte Übernahme zum Ablauf des derzeitigen Mietverhältnisses ist nun ebenfalls gescheitert.

Bis Kögel einen neuen Standort gefunden hat, will der Trailerhersteller die gesamte Produktion aus Burtenbach abziehen und vorübergehend in das Humbaur-Werk in Gersthofen bei Augsburg und teilweise an weitere Standorte in der Umgebung von Gersthofen verlagern. Auch ein Großteil der derzeit 441 Mitarbeiter wird durch die Produktionsverlagerung zunächst mit zusätzlicher Kurzarbeit rechnen müssen. „Leider werden die Zulieferer in unmittelbarer Umgebung von Burtenbach, und damit weitere rund 400 Beschäftigte zwangsläufig ebenfalls von der Produktionsverlagerung betroffen sein“, bedauert Heckel.
Nichtsdestotrotz – Kögel wird seinen Kunden nach eigenen Angaben auch weiterhin das gesamte Produktprogramm anbieten können.

 
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