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DIHK-Umfrage: Hoher Dieselpreis verteuert Transporte PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 12. August 2008 07:55
Die Erhöhung des Dieselpreises führt zu einem enormen Kostenanstieg in der Transportbranche. Das hat eine Blitzumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Ende Juli dieses Jahres ergeben. Die überwiegende Zahl der 120 befragten Betriebe beziffert die Mehrkosten auf 5 bis 10 Prozent.

Diese Zahlen gelten sowohl für den Straßengüterverkehr als auch für das Bus- und Taxigewerbe. Der Anteil der Kraftstoffkosten an den Gesamtkosten eines LKW liegt – abhängig von Fahrzeuggröße und dem Einsatzgebiet – bei etwa 25 Prozent.
Die Branche setzt laut Blitzumfrage vor allem auf Preiserhöhungen und Kosteneinsparungen. So bemühen sich fast alle befragten Unternehmen um eine Weitergabe der Kosten an die Auftraggeber. Mit vielen Kunden wurden bereits Dieselzuschläge beziehungsweise Gleitklauseln vereinbart.
Die Firmen versuchen aber auch, die Kosten zu senken: Fahrerschulungen und sparsamere Fahrzeuge sollen den Kraftstoffverbrauch verringern, Maßnahmen wie eine stärkere Ladungsbündelung sollen die Auslastung verbessern. Grenzüberschreitend tätige Unternehmen tanken verstärkt im Ausland; in Einzelfällen werden auch Transporte auf den kombinierten Verkehr, die Bahn und die Binnenschifffahrt verlagert. Genannt wurden aber auch das Zurückfahren von Investitionen und der Abbau von Personal.
Ein Großteil der Befragten erwartet für die Verkehrsbranche mittelfristig erhebliche strukturelle Veränderungen. Sie gehen davon aus, dass gerade auch viele mittelständische Familienunternehmen schließen müssen. Gewinner werden demnach große Anbieter sein; aber auch die Zahl der Ein-Mann-Unternehmen wird zunehmen.
DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben rät den Betroffenen zum einen dringend, das Gespräch mit ihren Geschäftspartnern zu suchen: "Die Auftraggeber müssen sich überlegen, ob eine kurzfristige Kosteneinsparung den Verlust eines zuverlässigen Transportunternehmens rechtfertigt." Zum anderen sei aber auch die Politik gefordert. Wansleben: "Angesichts der dramatischen Lage im Transportgewerbe muss die geplante Mauterhöhung zum Januar 2009 ausgesetzt werden."
 
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