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Der KFZ-Anzeiger konnte zweimal die altgediente BDF-DIN-Fakra-Wechselbrücken-Technik fahren. Und ging der Frage nach, wie sich moderne LKW-Technik mit 40 Jahre alter Stützen- und Strebentechnik verträgt.
Der erste Termin war im Oktober bei Iveco im Ulmer Donautal, verbunden mit zwei weiteren Tagen Messfahrten.
Dabei fuhr ich freiwillig den klassischen WAB-Zug mit Drehschemlanhänger, weil meine Berufserfahrung Anhängerzug zu Sattelzug (in Jahren) 20 zu 2 steht. Etwas bange war mir vor der in den Iveco-LKW eingebauten 2-Pedal-Technik vom Typ ZF 12AS 2330TD, denn, wenn man bis zu 16,5 m weit unter zwei abgestellten Wechselaufbauten vor- und zurückfährt, kann es schon mal „haken“. Die Frage ist, ob der Fahrer das merkt, wenn er nur das Gaspedal als Fahrtwiderstand-Fühler hat, statt Gas und Kupplung. Hier muss man berücksichtigen, dass die Pritschen gewichtsmäßig fast ausgeladen waren. Das erleichtert die Sache, denn sie können beim Schiefziehen nicht wegspringen. Im Ergebnis lässt sich festhalten: Die automatisierten Kupplungen sind heute so weit „sensibilisiert“, dass man das Pritschen auch nur mit dem Gaspedal als „Messfühler“ fahren kann. Das war vor ein paar Jahren noch anders.
Handhabung. Iveco hatte für die hauseigene Vorführ-Runde im Frühjahr letzten Jahres vier WAB-Züge komplettiert, wovon zwei bei diesem Test zur Verfügung standen. Die erste Frage für den gelernten WAB-Kutscher ist natürlich: Komme ich in die Kabine gesund hinein und auch heraus? Das Thema wird gern belächelt, denn, die Tür aufmachen, sich an den Griffen links und rechts festhalten und die Stufen herauf- und herunterklettern kann schließlich jeder. Für den WAB-Fahrer gelten jedoch erschwerte Bedingungen. Er muss oft zwischen abgestellten WAB-Reihen ein- und aussteigen, wo die Tür nur um maximal 45 Grad geöffnet werden kann. Das klappt bei der Stralis-Kabine gut, weil die Einstiegsstufen außen gezahnt sind und die Tür-Innenseite nicht mit überbreiten Aufbewahrungsschächten beplankt ist. Ungünstig ist hingegen die Komposition aus Seitenfenster und Armauflage. Beim Pritschen muss der Kopf aus dem Fenster, denn nur mit Spiegelsicht pritschen ist suboptimal.
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