18.07.11
Erfurt
Alternative zur Umweltzone
„Die Wirksamkeit von Umweltzonen ist nach wie vor nicht wissenschaftlich belegt und steht seit Jahren deutschlandweit erheblich in der Kritik“, so IHK-Präsident Dieter Bauhaus. Nur wenige Städte hätten bisher überhaupt untersucht, woher die erhöhte Luftverschmutzung vor Ort tatsächlich kommt und wie hoch der Anteil des Verkehrs am Feinstaubaufkommen ausfällt.
„Hingegen ist aber schon heute klar, dass die Einführung einer Umweltzone für die Wirtschaft, Anwohner und Besucher aber auch für die Verwaltung erheblichen bürokratischen Aufwand und zusätzliche Kosten mit sich bringt“, mahnt der IHK-Präsident. Die IHK habe daher die Initiative ergriffen und in Abstimmung mit der Handwerkskammer die vorliegende Vereinbarung erarbeitet und der Stadt Erfurt zur gemeinsamen Umsetzung vorgeschlagen. Darin sei ein ganzes Bündel konkreter Maßnahmen enthalten, von umweltfreundlichen Transporten über Jobtickets und Carsharing bis zu Verkehrsflusslenkung und Baustellenmanagement.
Des Weiteren will die regionale Wirtschaft auf freiwilliger Basis bis 2015 für 85 Prozent der genutzten Fahrzeuge die Voraussetzungen einer „grünen Plakette“ erfüllen. „Mit der Vereinbarung wird nicht nur der bürokratische Aufwand einer Umweltzone, sondern auch der Missmut bei den Unternehmern und Autofahrern durch Verbote und Ausnahmegenehmigungen vermieden“, unterstreicht Bauhaus. Alle zwei Jahre erfolge eine Auswertung der Ergebnisse. Sollten die vereinbarten Ziele nicht erreicht werden, drohe nach wie vor die Einführung einer Umweltzone.
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