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Dienstag, 01. Juli 2008 08:56 |
In diesem Punkt sind sich die Transportunternehmen und viele Landesverbände einig: Alle lehnen einstimmig das Anti-Stau-Programm von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee ab. Der Bundesverband der Transportunternehmen (BVT) kritisiert die Pläne für eine tageszeitabhängige Höhe der LKW-Maut. Ein Überholverbot für LKW beeinträchtige den Verkehrsfluss und führe damit zu Sicherheitsrisiken.
Wie auf einer Perlenschnur aneinandergereihte LKW hinderten PKW-Fahrer, sich reibungslos und sicher auf die Autobahn einzufädeln oder von dieser abzufahren. Auch eine zeitlich gestaffelte Maut sei für Transportunternehmen nicht handhabbar. „Denn die Transportunternehmen sind aufgrund der Auftraggebervorgaben darauf angewiesen zu bestimmten Zeiten zu fahren“, so BVT-Vorsitzende, Dagmar Wäscher. Auch der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) zeigt sich wenig begeistert. Würde die Maut zu Stoßzeiten erhöht, träfe es gerade Versorgungs- und Entsorgungsfahrzeuge, die zu dieser Zeit beispielsweise rechtzeitig zur Geschäftsöffnung Waren in Kaufhäuser und Einzelhandelsgeschäfte sowie kontinuierlich Material in Fabriken brächten. Erhebliche Widerstände des Personals und noch höhere Kosten seien vorgezeichnet, letztendlich auch für den Endverbraucher. Dieser Kritik schloss sich auch der Landesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes an. Dieser bezeichnete das geplante Gesetz schlicht als Aktionismus. |