| Ricö: Betriebsübernahme gescheitert |
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| Wirtschaft |
| Dienstag, 13. Mai 2008 07:15 |
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Die Verhandlungen über eine Betriebsübernahme der Ricö Internationale Transporte und Logistik GmbH sind nun gescheitert. Entsprechend musste nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Torsten Gutmann aus der Kanzlei Lüders Warneboldt Gutmann die Fahr- und Geschäftstätigkeit – mit Ausnahme eines einzelnen rentablen Großkundenauftrags – eingestellt werden. Am 9. Mai wurden die verbliebenen Mitarbeiter an den beiden Standorten in Osterode und Schopsdorf über die aktuelle Situation informiert und weitere Kündigungen ausgesprochen. Von den bislang noch beschäftigten 350 Mitarbeitern können bis auf weiteres 70 Mitarbeiter weiterhin beschäftigt werden, 50 Mitarbeiter zur Erfüllung des rentablen Großkundenauftrags, 20 zur geordneten Abwicklung des Vermögens. Eröffnet wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Ricö Internationale Transporte und Logistik GmbH am 1. Mai mit Beschluss des Amtsgerichtes Osterode am Harz. Angesichts noch laufender Übernahmeverhandlungen für größere Teile des fortgeführten Unternehmens wurde der Betrieb über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens hinaus in dem bisherigen Umfang fortgeführt. Vor Insolvenzantragstellung beschäftigte Ricö 1.000 eigene Mitarbeiter, 2.000 Mitarbeiter waren bei einer polnischen Tochtergesellschaft beschäftigt. Zum Zeitpunkt der Insolvenzantragstellung am 5. März 2008 durch den erst kurz zuvor bestellten neuen Geschäftsführer war der Geschäftsbetrieb bereits seit einer Woche zum Erliegen gekommen. Der Geschäftsführer wurde von seiner Tätigkeit entbunden. Im Rahmen der vorläufigen Insolvenzverwaltung gelang es dem Insolvenzverwalter Torsten Gutmann, den Betrieb ab dem 13. März wieder aufzunehmen. Die Belegschaft wurde auf 350 Mitarbeiter reduziert. Hinsichtlich des Vermögens der polnischen Tochtergesellschaft wurde ein eigenes Insolvenzverfahren eingeleitet. Der dortige Geschäftsbetrieb konnte von der polnischen Zwangsverwalterin angesichts der fehlenden Aufträge aus Deutschland nicht wieder aufgenommen werden. Neben der Betriebsfortführung und intensiven Gesprächen im Hinblick auf die angestrebte Unternehmensveräußerung war der bisherige Schwerpunkt der Tätigkeit die Sicherstellung des Fuhrparks. Dieser war überwiegend geleast, wozu das Unternehmen mit 48 verschiedenen Leasinggesellschaften zusammengearbeitet hat. „Von den angeblich vorhandenen 5.000 bis 7.000 Fahrzeugen (Zugmaschinen, Auflieger und Wechselbrücken) konnten nur rund 3.100 sichergestellt werden“, so Insolvenzverwalter Gutmann. Hinsichtlich des Verbleibs der übrigen Fahrzeuge finden parallel zu den weiteren Ermittlungen des Insolvenzverwalters strafrechtliche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft statt. |
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