| LKW-Überholverbot sorgt weiterhin für Wirbel |
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| Logistik+Verkehr |
| Mittwoch, 02. Juli 2008 07:57 |
Der Vorschlag von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, LKW auf Autobahnen generell das Überholen zu verbieten, um so Staus zu verhindern, stößt in der Öffentlichkeit auf ein geteiltes Echo. 49 Prozent der Bundesbürger sprechen sich nach einer Umfrage des Hamburger Magazins Stern für ein Überholverbot aus, 47 Prozent sind dagegen.Verkehrsexperten bezweifeln positive Effekte. „Staus entstehen nicht durch Elefanten-Rennen bei Tempo 80, sondern bei zähfließendem Verkehr mit 10 bis 30 Stundenkilometern“, sagt Michael Schreckenberg, der an der Universität Duisburg-Essen die Bereiche Transport und Verkehr erforscht. Der Professor hält zudem den Vorschlag, bei hohem Verkehrsaufkommen auch die Standspur freizugeben, für gefährlich: „Sie ist zu schmal, das Unfallrisiko wäre hoch.“ Außerdem sei der Untergrund nicht für Dauerverkehr ausgelegt. Für den ADAC ist ein LKW-Überholverbot nur auf sensiblen Teilabschnitten sinnvoll, wo Leitsysteme den Verkehrsfluss steuern sollten. Bei der generellen Verbannung der LKW auf die rechte Spur entstehe ein Bandwurm, bei dem der Langsamste das Tempo bestimmte. „PKW können nur mit Mühe auf die Autobahn auf- oder von ihr abfahren.“ |
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